Pressemitteilung, 14.05.2022

Auf Du und Du mit den Azubis
DRK-Vizepräsident Schön zu Gast in der Rettungsdienstschule Gelnhausen

Klassenteilung wegen großer Nachfrage
DRK-Vizepräsident Volkmar Schön und der Vorsitzende Christof Hoffmann (von links) im Gespräch mit den DRK-Azubis in der Rettungsdienstschule in Gelnhausen. Foto: Ludwig
Bevor Dr. Volkmar Schön in Salmünster zum Tag des Roten Kreuzes sprach, nutzte der Vizepräsident des DRK zusammen mit dem Vorsitzenden Christof Hoffmann und Geschäftsführer Michael Kronberg die Chance, die Rettungsdienstschule des Kreisverbands Gelnhausen-Schlüchtern in Gelnhausen zu besuchen und mit einer Gruppe von angehenden Notfall- und Rettungssanitätern über die wichtige gemeinsame Arbeit und deren Zukunft zu reden. Bei seinem Besuch in Gelnhausen freute sich Volkmar Schön, mit dem Nachwuchs ins Gespräch zu kommen. „Ich habe nach drei Wochen Ausbildung noch als ‚rollender Sani‘ angefangen“, sagte er mit Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. „Sie haben sich entschieden, einen wundervollen Beruf zu ergreifen.“ Die Frauen und Männer könnten heute deutlich mehr leisten und schon vor dem Eintreffen in der Klinik zum Wohle der betroffenen Menschen gezielt eingreifen.

Volkmar Schön stellte sich den Auszubildenden als ein „DRKler durch und durch“ vor, der sowohl haupt- als auch ehrenamtlich für die gute Sache unterwegs war und ist. Gerade die Verbindung von Beruf und dem „schönsten Hobby der Welt“ sei etwas Besonderes, das es als Stärke zu nutzen gilt. „Wir müssen das DRK attraktiv machen“, sagte er und sprach damit Haupt- und Ehrenamt an. Diesen Weg habe die Rettungsorganisation vor Jahren eingeleitet. „Aber wir können noch viel mehr tun.“ Gerade die Katastrophe im Ahrtal habe gezeigt, dass es viele Menschen gebe, die gerne helfen wollen. Das DRK sei bestens dazu geeignet, diese zu koordinieren und zu führen. Eine Lösung, die hilfsbereiten Menschen dazu zu gewinnen, in Projekten gemeinsam mit dem DRK zu arbeiten, sei noch nicht gefunden. „Wir sind da oft noch etwas zu konservativ.“ Überhaupt nicht konservativ zeigte sich Volkmar Schön, wenn er von der Zusammenarbeit im Roten Kreuz sprach. Da wurde schnell Wasseraufbereitung umgeleitet, um im Ahrtal Abwasser säubern zu können. Bei der Flüchtlingskrise 2015 half unter anderem das Rote Kreuz Kanada mit Feldbetten und Personal, als keine Feldbetten mehr zu erwerben waren. So ist es gerade auch in der Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine und im Kriegsgebiet selbst. „Es wurden nicht so viele Fahrzeuge gebraucht, aber wir waren in der Lage, 2 000 Fahrzeuge, davon 800 für den Liegendtransport, anzubieten.“

Auch Personal sei gerade in der Ukraine tätig, um den Menschen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. „Es gab vor Kurzem eine Anfrage, sieben Notfallsanitäter zu entsenden“, ergänzte der Kreisvorsitzende Christof Hoffmann. „Leider konnten wir aufgrund der Corona-Pandemie niemanden aus dem Hauptamt entbehren.“

Die angehenden Notfallsanitäter nutzten die Chance, den Vizepräsidenten auszufragen. Eine Auszubildende aus Thüringen fragte, wieso sie nicht in ihrem Bundesland ausgebildet werden könne. Volkmar Schön musste zugeben, die aktuelle Lage aufgrund der föderalen Struktur nicht genau zu kennen. „Aber wer nicht ausbildet, darf sich nicht beschweren, keine Mitarbeiter zu finden.“ Christof Hoffmann erinnerte daran, dass auch die Rettungsdienstschule in Gelnhausen noch nicht so lange ausbildet. Gemeinsam mit den Nachbarkreisen und der Berufsfeuerwehr Offenbach habe man es geschafft, dass diese Schule auch wirtschaftlich geführt werden könne.

Diesen „Blick über den Tellerrand“ und Netzwerkarbeit vor Ort freute Volkmar Schön sehr, denn das sei eines der Probleme im föderalen System, die internationale Zusammenarbeit sei tatsächlich meist leichter. „Ich komme gerade aus dem Iran. Dort ist das DRK Partner, um Rettungshunde auszubilden.“ In vielen weiteren Einsätzen seien mehrere Nationen beteiligt. Das Ziel sei es immer, in enger Zusammenarbeit mit einer Schwestergesellschaft vor Ort die Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Auch Deutschland könne sich auf Hilfe von außen verlassen, wenn es notwendig sei. Darüber hinaus sei es wichtig, mit der Politik entscheidende Fortschritte zu machen. Unter anderem sei ein Flüchtlingszentrum für 5 000 Menschen am Flughafen Tegel in Berlin entstanden, das mehr als nur Zelte und Feldbetten, sondern eine echte Kleinstadt sei. Die Kosten von 27,5 Millionen Euro seien bestens angelegt, wie man derzeit sehe. Es habe aber lange gedauert und viel Überzeugungsarbeit gekostet. Denn es sei immer auch eine Gratwanderung, die Unabhängigkeit zu bewahren.



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